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Heizungsneubau/-modernisierung/-wartung

Unter Beachtung der Energieeinsparverordnung EnEV beraten wir Sie zuverlässig bei allen Themen rund um innovative Heizsystem. Wir unterstützen Sie mit Lösungen, die bevorzugt mit erneuerbaren, regenerativen aber auch konventionellen Energieträgern und effizienter Energienutzung arbeiten: kostenreduzierend im Betrieb, umweltschonend und zukunftssicher.

Eine Heizungsmodernisierung lohnt sich in vielen Fällen, ob nun unter finanziellen oder ökologischen Gesichtspunkten. Allerdings sind dafür mitunter größere Investitionen nötig. Werden gleichzeitig weitere Umbaumaßnahmen wie eine Renovierung oder eine Dämmung in Angriff genommen, kann das das Budget so mancher Haushaltskasse weit übersteigen. Glücklicherweise bieten vor allem der Staat, aber auch private Unternehmen und Institutionen Förderungen und Unterstützung bei der Finanzierung an. Wer in ihren Genuss kommen will, muss einige Voraussetzungen erfüllen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien. Mit dem Marktanreizprogramm (MAP) wird der Einbau von thermischen Solaranlagen, Biomasseanlagen und Wärmepumpen in Bestandsgebäuden sowie teilweise auch in Neubauten gefördert.

Die konkrete Förderhöhe hängt unter anderem von der gewählten Technik und dem Umfang der Maßnahme ab. Der Einbau eines Pellet-Heizkessels beispielsweise wird mit einem Investitionszuschuss in Höhe von mindestens 3000 Euro belohnt, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe wird mit einer Förderung von minimal 1300 Euro bedacht. Darüber hinaus bietet das BAFA verschiedene Boni an, die zusätzlich zur Basisförderung gewährt werden und miteinander kombiniert werden können, sofern die jeweiligen Voraussetzungen zur Gewährung erfüllt sind. So können jeweils 500 Euro zusätzlich ausgeschüttet werden, wenn ein alter Kessel gegen einen effizienten Brennwertkessel ausgetauscht wird und/oder die erzeugte Wärme geteilt, also einem Wärmenetz zur Verfügung gestellt wird.

Es wird ein Zusatzbonus von bis zu 20 Prozent auf die Förderung des MAP gewährt, wenn eine ineffiziente Heizung durch eine Biomasseanlage oder Wärmepumpe ersetzt oder durch Einbindung einer heizungsunterstützenden Solarthermie-Anlage modernisiert wird. Außerdem kann ein einmaliger Investitionszuschuss in Höhe von 600 Euro für „notwendige Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz beantragt werden. Der Antrag muss im Rahmen des Antragsverfahrens für die MAP-Förderung gestellt werden.

Um die „Energiewende im Heizungskeller“ zu beschleunigen, hat die Bundesregierung außerdem das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) aufgelegt und das Förderprogramm Heizungsoptimierung gestartet. Gefördert werden der Austausch alter Pumpen durch hocheffiziente Modelle sowie die Optimierung des Heizungsbetriebs. Auch die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs bei bestehenden Heizungssystemen sowie weitere Maßnahmen wie etwa der Austausch von Thermostatventilen werden bezuschusst. Die Förderung beträgt jeweils bis zu 30 Prozent, maximal jedoch 25.000 Euro.

Die Förderanträge können online beim BAFA heruntergeladen werden und müssen innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme der Anlage eingereicht werden. Es empfiehlt sich jedoch aufgrund der Vielzahl an Detailvorschriften und der zu erfüllenden Voraussetzungen, frühzeitig zu prüfen oder prüfen zu lassen, ob die Förderung für die konkret geplante Maßnahme auch gewährt wird.

Auch die KfW-Bankengruppe fördert verschiedene Umbaumaßnahmen. Für Heizungsmodernisierer ist vor allem das Programm „Energieeffizient sanieren“ interessant. Mit dem Förderprodukt 151/152 werden sowohl Sanierungen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen (151), als auch Einzelmaßnahmen (152) gefördert. Dazu zählen neben der Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage unter anderem auch die Wärmedämmung oder die Erneuerung von Fenstern und Außentüren. Auch Beratungs-, Planungs- und Baubegleitungsleistungen können unter Umständen gefördert werden. Die Förderung wird in Form eines Kredites mit 0,75 Prozent effektivem Jahreszins (Stand OKtober 2017) gewährt. Beantragt werden können bis zu 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen oder 100.000 Euro pro Wohneinheit. Seit dem 1. Januar 2016 wird mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) zudem ein Tilgungszuschuss in Höhe von 12,5 Prozent auf den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen durch effiziente Anlagen in Verbindung mit einer optimierten Einstellung gewährt.

Alternativ können Privatpersonen auch das Förderprodukt 430 (Energieeffizient sanieren) wählen, das nicht in Form eines Kredites, sondern eines Zuschusses gewährt wird. Für den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen nach dem APEE wird ein Zuschuss von 15 Prozent, maximal jedoch 7500 Euro pro Wohneinheit gezahlt.

Die KfW-Bankengruppe empfiehlt, vor der Antragstellung einen Energieberater zurate zu ziehen. Er prüft, ob die Voraussetzungen für eine Beantragung der Förderung gegeben sind. Darüber hinaus kann er fachmännisch beurteilen und beraten, ob sich gleichzeitig weitere Sanierungsmaßnahmen anbieten, die ebenfalls bezuschusst werden können. Seine Bestätigung über die erfüllten Voraussetzungen muss dem Antrag beigelegt werden. Ansprechpartner werden über die Internetseite der KfW vermittelt, können aber beispielsweise auch bei der Verbraucherzentrale erfragt werden.

Der geförderte Kredit wird über die Hausbank bei der KfW eingereicht. Für manches Institut wäre ein Kredit aus dem eigenen Hause lukrativer, doch sollten entsprechende alternative Angebote genau geprüft werden. In der Regel können sie mit den KfW-Konditionen nicht mithalten. Der Zuschuss dagegen wird online direkt bei der KfW beantragt. Dies muss auf jeden Fall vor Beginn der Sanierungsmaßnahme geschehen. Das Vorhaben sollte erst nach der Zusage der Förderung begonnen werden.

Wer Nägel mit Köpfen machen will und über das nötige finanzielle Polster verfügt, kann eine umfassende Sanierung zum KfW-Effizienzhaus ins Auge fassen. Der Vorteil: die BAFA- und die KfW-Förderung können kombiniert werden. Darüber hinaus bietet die KfW einen Ergänzungskredit (167) speziell für Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien an. Nach Angaben der BAFA kann eine Heizungsmodernisierung dadurch komplett durch Kredit und Zuschuss finanziert werden. Die Summe aus dem Zuschuss des BAFA und dem Kredit der KfW darf allerdings nicht höher sein als die Kosten der Maßnahme.

Darüber hinaus gibt es weitere, zum Teil regionale oder zeitlich begrenzte Fördermaßnahmen und Finanzierungshilfen. Um sich einen Überblick über die aktuellen Angebote zu verschaffen, bietet sich die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums an. Auch eine Anfrage bei der heimischen Kommune kann weitere Alternativen eröffnen. Durch den persönlichen Kontakt ist es außerdem meist möglich, mehr über die vor Ort ansässigen Fachunternehmen oder bereits in der Nachbarschaft durchgeführte Maßnahmen zu erfahren.

Beim ersten Kälteeinbruch im Jahr die Heizung anstellen, die Fenster den ganzen Tag kippen und beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung alle Heizkörperventile abdrehen – beim Thema Heizen und Lüften kann man einiges falsch machen und unnötig Geld zum Fenster rauswerfen. Dabei genügt schon die Befolgung weniger Tipps, um den Energieverbrauch zu senken und ein gesundes Raumklima zu erhalten.

Irrtum Nr. 1: „Gekippte Fenster sorgen für dauerhaft frische Luft“

Durchgängige Kipplüftung bringt nur wenig Luftaustausch und ist dabei extrem ineffizient, da viel Wärme verloren geht. Zudem kühlt das Mauerwerk um das Fenster aus, wodurch sich ungesunder Schimmel bilden kann. Wesentlich effektiver ist regelmäßiges Stoßlüften bei weit geöffnetem Fenster für mindestens fünf Minuten. Auf diese Weise wird die Raumluft komplett ausgetauscht. Um Wärmeverluste zu vermeiden, sollten dabei die Heizkörperventile immer geschlossen werden.

Irrtum Nr. 2: „Wer alle Heizkörper abdreht, wenn er das Haus verlässt, spart Energie“

Die Räume sollten gleichmäßig beheizt werden und sich möglichst nicht auf weniger als 16 Grad abkühlen. Denn der Energieaufwand, um kalte Räume wieder aufzuheizen, ist größer, als eine Mindesttemperatur zu halten. Außerdem nimmt kalte Luft die Feuchtigkeit weniger gut auf, sodass schnell die Wände feucht werden können. Allerdings lohnt es sich, die Zimmertemperatur zu reduzieren: Schon eine Senkung um ein Grad spart rund sechs Prozent Heizkosten ein.

Irrtum Nr. 3: „Wenig genutzte Räume können über offene Türen mitgeheizt werden“

Die Türen von nicht beheizten Räumen wie etwa dem Arbeits- oder ungenutzten Gästezimmer sollten stets geschlossen bleiben. Durch offene Türen gelangt zwar wärmere, aber auch wesentlich feuchtere Luft aus geheizten Wohnräumen in das kalte Zimmer. Kühlt die warme Luft dann ab, kann die Feuchtigkeit in die Wände ziehen und es bildet sich Schimmel.

Irrtum Nr. 4: „Sinken im Herbst nachts die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt, sollte die Heizungsanlage in Betrieb genommen werden“

Die Zentralheizung in der Übergangszeit gleich ganztägig in Betrieb zu nehmen, lohnt sich aufgrund der meist sehr milden Tageswerte noch nicht. In Wohnräumen ist tagsüber eine Temperatur von 20 Grad und nachts von 16 Grad ausreichend. Geschlossene Rollläden oder Jalousien verhindern nachts einen Wärmeverlust am Fenster. Wer trotzdem friert, findet in einer elektrischen Fußbodentemperierung eine ideale Zusatzheizung für die Übergangszeit. Sie sorgt zum Beispiel im Bad schnell und unkompliziert für komfortable Wärme, ohne dass die zentrale Heizung eingeschaltet werden muss.

Irrtum Nr. 5: „Die nachträgliche Installation einer Lüftungsanlagen ist sehr kompliziert und teuer“

Der Einbau von Lüftungsanlagen ist auch nachträglich kein Problem. Dezentrale Einzel-Geräte können auch nur in ausgewählten Zimmern ohne großen Aufwand eingerichtet werden. Die Verlegung zusätzlicher Luftkanäle im Raum ist dabei überflüssig. Zur Installation genügen ein Stromanschluss und eine freie Außenwand zur Direktmontage.

Irrtum Nr. 6: „Wer eine Lüftungsanlage betreibt, darf die Fenster nicht mehr öffnen“

Eine Fensterlüftung ist nicht mehr notwendig, da das Belüftungssystem kontinuierlich pollenfreie Frischluft ins Haus bringt und Feuchtigkeit und Schadstoffe aus der Raumluft abführt. Damit ist ein angenehmes und gesundes Raumklima garantiert. Selbstverständlich dürfen die Fenster aber auch beim Betrieb einer Lüftungsanlage noch geöffnet werden.

Irrtum Nr. 7: „Lüftungsanlagen erhöhen durch den ständigen Luftaustausch die Heizkosten“

Mit Lüftungsanlagen können die Energiekosten sogar reduziert werden, denn sie vermeiden Wärmeverluste, wie sie bei der Fensterlüftung entstehen. Geräte mit Wärmerückgewinnung sind besonders effizient. Sie können bis zu 95 Prozent der Wärme aus der Abluft zurück gewinnen und wieder ins Gebäude führen. Damit lassen sich die Heizkosten deutlich senken.

Irrtum Nr. 8: „So lange die Heizungsanlage läuft, muss sie auch nicht ersetzt werden“

Wer seine veraltete Heizung gegen eine moderne und effizientere Anlage austauscht, kann bares Geld sparen. Neue Heizsysteme wie etwa eine Wärmepumpe arbeiten äußerst effizient und umweltschonend. Heizungsmodernisierer werden von Bund, Bundesländern, Städten und Gemeinden sowie Energieversorgern mit verschiedenen Programmen unterstützt.

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